Lifestyle
Zwischen Ende September und November ändert sich am nördlichen Gardasee der Rhythmus. Die Temperaturen sinken um einige Grad, die Wege werden leerer und die Wälder oberhalb des Sees färben sich von Grün in Gelb und Rot, während unten am Wasser die Olivenbäume silbrig bleiben.
Hier finden Sie fünf leichte Wanderungen, die Sie im Herbst von Riva del Garda aus unternehmen können. Wenn Sie etwas Anspruchsvolleres suchen, finden Sie in unserem Blog die Auswahl der 10 schönsten Gipfel im Garda Trentino.

Der Monte Brione ist der langgezogene Hügel zwischen Riva del Garda und Torbole: 376 Meter hoch, mit terrassierten Olivenhainen und mehreren österreichisch-ungarischen Festungen, die ein Abschnitt des Friedenswegs verbindet.
Die einfachste Variante beginnt am Hafen San Nicolò, führt durch den historischen Olivenhain bis zum Ortsteil Sant’Alessandro und über den Radweg zurück: rund 4 Kilometer und eine Stunde zwanzig Gehzeit. Wer mehr möchte, folgt dem Rundweg der Festungen bis zum Gipfelkreuz, mit vielen Stufen und etwa 300 Höhenmetern.
Im Herbst ist das die perfekte Tour für den Vormittag: Sie starten an der Seepromenade, wandern durch die Olivenhaine, während die Olivenernte beginnt, und sind zum Mittagessen zurück.

Die Strada del Ponale ist die bekannteste Wanderung von Riva del Garda: eine historische, im 19. Jahrhundert in den Fels gehauene Straße, die hoch über dem Wasser verläuft und bei jeder Kehre einen neuen Blick auf den See freigibt. Im Sommer ist sie voll und sonnig, im Herbst deutlich angenehmer.
Von Riva bis Pregasina sind es rund 6 Kilometer pro Weg, 450 Höhenmeter und eineinhalb bis zwei Stunden Gehzeit. Wer mehr Zeit hat, geht weiter bis zum Ledrosee, etwa zehn Kilometer, und fährt mit dem Linienbus zurück.
Ein wichtiger Hinweis: Der Weg wird auch von Radfahrern genutzt, verläuft streckenweise ausgesetzt und Steinschlag ist möglich. Achten Sie auf bergab fahrende Räder und informieren Sie sich vor dem Start über den Zustand des Weges, denn er kann wegen Instandhaltung oder schlechtem Wetter gesperrt sein.

Rund zwanzig Autominuten von Riva entfernt behält der Tennosee seine Farbe auch dann, wenn der Wald ringsum zu leuchten beginnt. Der Weg vom See zum mittelalterlichen Dorf Canale führt durch Kastanien und Haselsträucher: kurz, ohne Schwierigkeiten und auch für wenig geübte Wanderer geeignet. Im Herbst ist das einer der schönsten Fotopunkte der Gegend.
Canale lohnt sich unabhängig vom Herbstlaub: Steingassen, aneinandergebaute Häuser und überdachte Durchgänge machen es zu einem der besterhaltenen Dörfer des Trentino. Ein saisonaler Hinweis: Im Herbst verkürzen mehrere Gastbetriebe ihre Öffnungszeiten. Prüfen Sie diese vorab und nehmen Sie Wasser und eine Kleinigkeit zu essen mit.

Der Cammino dei Ricci ist ein Rundweg mit Infotafeln durch den Kastanienhain von Drena: über 5.000 alte Bäume, einer der größten Kastanienwälder des Trentino, mit Tafeln zur Geschichte des Kastanienanbaus in der Region.
Start ist der Parkplatz beim Schloss. Es folgen gut 4 Kilometer mit wenig Höhenunterschied und rund eine Stunde und 45 Minuten Gehzeit: auch für Kinder machbar, sofern sie feste Schuhe tragen. Davor oder danach lohnt sich ein Besuch im Castello di Drena, dessen Turm über dem Sarcatal steht, oder im nahen Naturschutzgebiet Marocche di Dro, einer riesigen Blockhalde mit fast mondähnlicher Landschaft (rund 6 Kilometer, zwei Stunden, steiniger Untergrund).
Am 24. und 25. Oktober 2026 feiert der Ort mit Maroni in Festa seine bekannteste Spezialität, die Edelkastanie. Auf dem Programm stehen auch geführte Wanderungen durch den Kastanienhain mit Kastaniensammeln, für die eine Anmeldung nötig ist.

Gut eine halbe Stunde von Riva entfernt bietet der Ledrosee einen Rundweg von etwa 10 Kilometern, fast ohne Steigung und in zweieinhalb Stunden zu gehen: teils auf Rad- und Fußwegen, teils auf kurzen asphaltierten Abschnitten, teils durch den Wald. Es ist die einfachste Tour dieser Auswahl und ideal, wenn Sie länger gehen möchten, ohne zu steigen.
Im Herbst ist das Wasser klar, die Ufer sind still und die Wälder rund um den See färben sich. Für eine kulturelle Pause bietet sich das Pfahlbaumuseum in Molina di Ledro an. Achten Sie dabei auf die Öffnungszeiten, die in der Nebensaison reduziert sind.
Wer in dieser Zeit reist, trifft außerdem auf den Mese del Gusto, den Monat des Geschmacks: Vom 25. September bis zum 8. November 2026 finden rund ein Dutzend Veranstaltungen zwischen Alto Garda, Ledrotal, Comano, Valle dei Laghi und Val di Gresta statt, von Dorffesten über Märkte bis zu Abendessen rund um die Produkte der Saison. Zu den wichtigsten Terminen gehören die Mostra Mercato der Val di Gresta (27. September), die Fiera di San Francesco in Tiarno di Sotto (3. Oktober), das bereits erwähnte Maroni in Festa in Drena (24. und 25. Oktober) und Frantoi Aperti in Riva del Garda mit dem neuen Olivenöl (7. und 8. November).
In der Regel zwischen der zweiten Oktoberhälfte und den ersten Novembertagen, viel hängt jedoch vom Verlauf der Saison ab. Die Kastanien- und Buchenwälder auf 500 bis 700 Metern, etwa bei Drena, Tenno und im Ledrotal, verfärben sich früher als das Tal unten, wo die Olivenbäume das ganze Jahr über grün bleiben.
Der Cammino dei Ricci in Drena, die Runde um den Ledrosee und der Weg durch die Olivenhaine des Brione sind die kürzesten und einfachsten. Der Ponale-Weg ist länger, streckenweise ausgesetzt und wird mit Radfahrern geteilt: Mit größeren Kindern, die ans Wandern gewöhnt sind, ist er machbar, mit kleinen Kindern weniger zu empfehlen.
Monte Brione und Ponale-Weg starten in Riva del Garda und sind zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Drena, Tenno und das Ledrotal werden von Überlandbussen angefahren: Aktuelle Fahrpläne und Linien finden Sie auf der Website von Garda Trentino.
Das Klima bleibt mild, die Temperaturunterschiede zwischen Morgen und Nachmittag sind aber deutlich und es regnet häufiger als im Sommer. Schauen Sie am Vortag auf die Vorhersage und planen Sie immer eine Alternative für drinnen ein, etwa Museen, Thermen oder eine Veranstaltung des Mese del Gusto.
Das Residence Centro Vela liegt an der Seepromenade von Riva del Garda, direkt am Radweg: Monte Brione und Ponale-Weg erreichen Sie zu Fuß oder mit dem Rad, Tenno, Drena und das Ledrotal liegen alle weniger als eine halbe Stunde entfernt. Die Ferienwohnungen mit Küche sorgen für den Rest an Flexibilität: Sie starten, wann Sie möchten, und kommen zurück, ohne auf Essenszeiten achten zu müssen.
Wenn Sie ein paar Tage am See außerhalb der Hochsaison planen, schauen Sie sich unsere aktuellen Angebote an. Wir freuen uns auf Sie!